PICHLERwerke - Die Geschichte
Die Geburtsstunde der PICHLERwerke schlägt am 24. September 1892. An diesem Tag erhält der Firmengründer Ing. Franz Pichler im Alter von erst 26 Jahren die Konzession zur "gewerbsmäßigen Herstellung von Anlagen für die Erzeugung und Leitung von Elektrizität". Grundlage für diese Konzession ist das im Mai desselben Jahres von Franz Pichler in Betrieb genommene erste Zweiphasenkraftwerk der Monarchie.
 
Im Jahr 1895 erfolgt die Gründung der Sparte Elektromaschinenbau.  In einer eigenen Werkstätte werden neben Dynamomaschinen auch Transformatoren und Generatoren hergestellt.

1908 schlägt die Geburtsstunde der ELIN, denn es werden die Anteile von Ing. Franz Pichler an der Sparte Elektromaschinenbau an die "Gesellschaft für elektrische Industrie AG", die ab 1921 als "ELIN AG für elektrische Industrie" firmiert, verkauft. Ing. Franz Pichler wird Aufsichtsrat der Gesellschaft und auf Lebenszeit Direktor des Weizer Werkes.

Nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges stagniert die Entwicklung der PICHLERwerke.
Im Jahr 1945 wird der Betrieb dann - wie viele andere auch - unter öffentliche Verwaltung gestellt. Nachdem die öffentliche Verwaltung das Unternehmen nahezu in die Zahlungsunfähigkeit geführt hat, wird es erst 1950 wieder zur Gänze seinen Eigentümern übergeben. Die nächsten Jahrzehnte sind von stetigem Wachstum geprägt, hier nur einige Auszüge:
Im Bereich Energie erfolgt die Erschließung des oberen Feistritztales, der Bau des Umspannwerkes Weiz und der zügige Ausbau des 20 kV-Netzes im gesamten Versorgungsgebiet.

Der Bereich Elektrotechnik wird mit der Gründung der Pichler GesmbH  im Jahr 1972 auf eigenständige gesellschaftsrechtliche Beine gestellt. Neben dem stetigen organischen Wachstum im bestehenden Markt (Raum Birkfeld, Weiz, Passail, Kumberg und Laßnitzhöhe) erfolgt die Übernahme der Unternehmen Grasser in Gleisdorf und Klambauer in Graz.
Ausgelöst durch die anstehende Strommarktliberalisierung erfolgt im Jahr 2000 eine Reorganisation und Neupositionierung der Unternehmensgruppe. 2001 wird die Anteilsmehrheit im Energiebereich abgegeben und mit der ESTAG ein starker Partner gewonnen. Im Jahr 2005 übernimmt die ESTAG den Energiebereich zu 100%. Der Unternehmensschwerpunkt wird auf die Elektrotechnik verlagert, die sich in Zukunft in Richtung Gebäudetechnik orientieren wird. Die Unternehmen Grasser und Klambauer werden mit der Pichler GesmbH verschmolzen und der Marktauftritt vereinheitlicht.
Der rasche Wachstumskurs im Jahr 2002 einhergehend mit dem Einstieg in das Großprojektgeschäft wirft große organisatorische Probleme auf. Zusätzlich führt die stagnierende konjunkturelle Entwicklung und der daraus resultierende zunehmende Verdrängungswettbewerb zu einem Erosionsprozess bei den Verkaufspreisen.  Die Folge ist eine drastische Verschlechterung der Ertragssituation der Pichler GesmbH. 

2005 werden einschneidende Maßnahmen zur Sanierung des Unternehmens eingeleitet. Die Eckpunkte sind die Zusammenführung an einem Standort (Weiz), die Reduktion des Unternehmens auf die gesunden Kernbereiche und damit einhergehende Einleitung eines Personalabbauprozesses sowie die klare Straffung der Organisation. Im Vordergrund stehen die Kunden aus Gewerbe, Industrie und Kommunen.

2007 kommen die positiven Auswirkungen aus der erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen erstmals zur Gänze zum tragen. Das Ergebnis ist eine klare Verbesserung der Kostenstruktur und in weiterer Folge eine deutliche Verbesserung der Ertragsentwicklung.

2010 der Ausbau im Bereich des Anlagenbaus sowie des Instandhaltungsgeschäftes im Gewerbe- und Industriebereich bei gleichzeitiger Reduktion des eher ertragsschwachen Wohnbaugeschäftes wird konsequent vorangetrieben. Durch maßgeschneiderte Lösungen können die bestehenden Kundenbeziehungen in der Region nachhaltig vertieft und ausgebaut werden.

2011 als weiteren nachhaltigen Schritt übernahm Stephan Engelhart neben seiner bisherigen Rolle als operativ tätiger Geschäftsführer  49,9% der Gesellschaftsanteile und ist nun auch Miteigentümer der Pichler GmbH.